Depressionen sind Krankheiten mit psychischen und körperlichen
Symptomen.
Sie beeinträchtigen den gesamten Alltag und sind durch den Willen
und gute Vorsätze wie z.B.
durch “Positives Denken” nicht zu
beeinflussen.
Erste Anlaufstellen sind:
- ein Mensch, dem man vertraut
- der Hausarzt
- Psychotherapeut
- Psychiater
- Kriseninterventionseinrichtungen oder die Ambulanz einer psychiatrischen Abteilung
- Beratungsstellen
- Telefonseelsorge
Symptome/Beschwerden der Depression:
- gedrückte und traurige Stimmung
- Interessenverlust
- Angst
- innere Unruhe
- Gereiztheit
- Gleichgültigkeit
- Grübeln
- pessimistische Gedanken
- Stimme ist leise und monoton
- Antriebsstörung
- Konzentrationsstörung
- Schuldgefühl
- Unruhe
- Schlafstörung
- Appetitlosigkeit
- Morgentief
- frühmorgendliches Erwachen
Verschiedene Formen der Depression:
Es gibt zahlreiche verschiedene Formen der Depression, wie z.B. Major Depression, neurotische Depression, reaktive Depression, symptomatische Depression uvm.
Depression bei Abhängigkeitserkrankungen:
Sucht und Abhängigkeit werden oft von einer Depression begleitet.
Oft ist
jedoch unklar, ob zuerst die Abhängigkeit oder zuerst die Depression bestand.
Es gibt beides.
Die Grundlage jeder Behandlung einer depressiven Störung,
die mit der Einnahme eines Suchtstoffes
verbunden ist, ist die
ABSTINENZ.
Erst unter Abstinenzbedingungen lässt sich herausfinden, welche
depressiven Symptome noch übrig geblieben sind und behandelt werden müssen.
Auf dem Weg zur Diagnose:
Im Vordergrund steht das Gespräch (Anamnese-Vorgeschichte der
Krankheit)
Zum Ausschluß einer organisch bedingten Depression wird eine
neurologische Untersuchung durchgeführt.
(Prüfung der Reflexe, der
Hirnnerven, der Motorik, der Sensibilität und der Koordination von
Bewegungen).
Dann folgt die internistische Untersuchung.
Säulen der Behandlung:
1. Beratung und Psychotherapie:
-ärztliche Gespräche
-Psychotherapie ( wie z.B. Psychoanalyse,
tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie,
psychodynamische
Kurzzeittherapie, psychoanalytische Gruppentherapie)
2. Medikamente:
Die Antidepressiva bewirken eine Verbesserung der depressiven Symptome und
lassen sie nach und nach zum Verschwinden bringen.
Diese Besserung verläuft
aber langsam.
Die am Häufigsten verschriebenen Antidepressiva sind
TRIZYKLISCHE ANTIDEPRESSIVA und die SELEKTIVEN
SEROTONIN-WIEDERAUFNAHMEHEMMER.
Eine medikamentöse Therapie ist ohne begleitende Psychotherapie
fahrlässig!
Wichtig:
Antidepressiva haben kein Abhängigkeitspotential.
Ihr Absetzen
führt auch nicht zu Entzugserscheinungen.
Trotzdem sollte ein Absetzen
langsam ausschleichend erfolgen.
Weitere Behandlungsverfahren:
- Sport ( dabei werden Endorphine-körpereigene Botenstoffe, sog. “Glückshormone”-ausgeschüttet)
- Lichttherapie ( in der Netzhaut befinden sich Lichtrezeptoren, über die bei Belichtung die Ausschüttung von Botenstoffen und Hormonen und die Regulation innerer Rhythmen erfolgen)
- Schlafentzug ( wird bei Patienten mit Schlafstörungen durchgeführt)
- Musiktherapie
- Gestalttherapie
Klinikbehandlung:
Wenn verschiedene Behandlungsansätze über mehrere Wochen hinweg ohne Erfolg bleiben, oder aber wenn der Betroffene immer tiefer in die Depression versinkt, evtl. mit Selbsttötungsabsichten, dann ist eine stationäre Behandlung auf jeden Fall angezeigt.
Mittlerweile gibt es an psychiatrischen Fachkrankenhäusern und
Fachabteilungen spezielle Depressionsstationen.
Eine stationäre
Depressionsbehandlung dauert durchschnittlich 5,5 Wochen.
Dort werden folgende Therapien angeboten:
- Einzelgespräche
- Gruppengespräche
- medikamentöse Behandlung
- Sport
- Musiktherapie
- Arbeitstherapie
- Beschäftigungstherapie
- Lichttherapie
- Gestalttherapie
- medizinische Vorträge
- Entspannungstherapie
Anlaufstellen:
1. Depressionsstationen:
Eine Adressenliste der Depressionsstationen in Deutschland findet man unter:
www.test.de
Ressort “Gesundheit, Kosmetik,
Specials”
2. Selbsthilfegruppen:
3. Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde:
4. Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie e.V.:
5. Deutsche Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie e.V.:
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