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[DRK] „Was an menschlicher Brutalität denkbar ist, ich habe es gesehen“, sagt Kinderchirurg Dr. Alfred Jahn über seinen Einsatz auf dem Hospitalschiff „Helgoland“. Das Deutsche Rote Kreuz hatte das Schiff während des Vietnamkriegs (1964 bis 1975) in die Häfen von Saigon und Da Nang gesandt, um die leidende Zivilbevölkerung zu versorgen. Insgesamt 272 DRK-Helfer waren monatelang in dem schwimmenden Krankenhaus im Einsatz. Heute Abend wird das Modell des „weißen Schiffs der Hoffnung“, wie es in Da Nang genannt wurde, dem Militärhistorischen Museum in Dresden als Dauerleihgabe überreicht.

Rotkreuz-Bundesarzt Dr. Karl Demmer übergibt das Modell: „Wir wollen mit der Leihgabe an die Schrecken des Krieges erinnern und zeigen, wie wichtig es ist, Hilfe zu leisten.“ Nach der Übergabe erzählt Dr. Alfred Jahn über seine Erfahrungen auf dem DRK-Schiff. Er war damals chirurgischer Assistent auf der „Helgoland“ und behandelte Kriegsverletzungen und Krankheiten von Erwachsenen und Kindern. “Der Einsatz auf der `Helgoland´ war für alle Helfer ein prägendes Erlebnis“, sagt der Arzt.

Die „Helgoland“ war vom Oktober 1966 bis Dezember 1971 im Einsatz. Die DRK-Helfer versorgten in dieser Zeit tausende Kriegsopfer und verbrauchten über 10.000 Blutkonserven. Die 150 Betten waren häufig mit 200 Patienten belegt, denn zwei Kinder teilten sich ein Bett. Das Schiff verfügte über eine chirurgische und eine interne Abteilung, eine Röntgenstation, ein Labor sowie verschiedene Untersuchungs- und Operationsräume.








 

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